Der schlafende Fuchs - eine selbstgemachte Spieluhr

Es wird Zeit, den Babyinhalt auf dem Blog parallel zu unserem Alltag langsam zu erhöhen. In den vergangenen Monaten sind viele Sachen für unser Würmchen entstanden und ich muss mich ran halten, euch das alles endlich zu zeigen.
Den Anfang mache ich heute mit einer selbst gemachten Spieluhr.


Ein Fuchskopf mit eingebautem Spielwerk.
Jeden Abend dudelt sie unseren Kleinen in den Schlaf. Schon in der Schwangerschaft habe ich sie abends abgespielt, weil das Baby angeblich die Melodie wieder erkennt - wer weiß.

Die Inspiration für die Spieluhr in Form eines Fuchskopfes war diese Tasche.
Glücklicherweise habe ich auf Dawanda sogar den gleichen Stoff gefunden. Unordentliche Punkte finde ich momentan sehr augenschmeichelnd. (Frau Tulpe hat da übrigens momentan eine ganz tolle Kollektion).
Eine weitere Inspiration war das Freebook Babyfox Kissen von NiKidz. Ich habe das Schnittmuster verkleinert ausgedruckt, die Ohren gekürzt und den Kopf etwas ovaler gemacht. Entgegen der Anleitung wollte ich die Schnauze nicht aufsetzen, sondern beide Stoffe aneinander nähen.


Leider war das gar nicht so einfach. Hier ist nix mit rechts auf rechts annähen. Hab ich probiert. Ist was ganz anderes rausgekommen. Mann muss beide Stoffe richtig aneinander legen und festnähen. Für diese friemelige Arbeit ist diese Anleitung von Cucicucicoo seeeehr hilfreich.
Nachdem ich also das Vorderteil genäht hatte, habe ich zunächst die Ohren mit Volumenvlies zusammen genäht und dabei die untere Öffnung ausgespart und dann innen zwischen Vorder- und Rückenteil gesteckt.
Danach habe ich Vorder- und Rückenteil mit Volumenvlies gepolstert, da es somit in gefüllter Form ebener aussieht. An der oberen Mitte habe ich zudem eine Häkelborte als Befestigung des Spielwerks und zum Änhangen der Spieluhr eingenäht.


Dann wenden, Spielwerk einknoten, Stopfen und die Wendeöffnung mit einem Matratzenstich schließen. Hierbei muss man für die Schnur eine möglichst große Lücke lassen, damit auch der Knoten durch passt.
Meine ursprüngliche Idee war den Fuchs unten offen zu lassen und mit Klettband zu verschließen. Leider sah das sehr unschön aus. Somit trennte ich alles wieder auf und nähte es richtig zusammen.

Die Auswahl des Spielwerks:
Mit am Längsten hat diese Wahl gedauert, da ich mich nicht entscheiden konnte. Meine Wahl fiel auf ein Spielwerk von Sterntaler mit der Melodie von Mozarts "Mein kleiner Prinz" - eine Melodie, welche ich nicht kannte und mir bis heute nervige Ohrwürmer erspart. (Dafür haben wir ja "zum Glück" die anderen Spieluhren mit "Gute Abend, Gut nacht" und "Weißt du wie viel Sternleid stehen". Und man singt es in Dauerschleife im Kopf nach nur einmal hören. Beim Duschen, beim Staubsaugen, beim Spazierengehen. Der KLeine mag sie trotzdem). Auf Youtube kann man wunderbar die Sterntaler Spieluhren Probe hören. Das ist sogar unsere Melodie. Damals spielte ich Verschiede ganz laut ab und bildete mir ein, dass das Würmchen auf den Mozart reagierte. lach
Meine Entscheidung fiel auf ein großes Spielwerk, da ich dachte, der Kopf ist auch sehr groß. Leider finde ich es etwas zu laut und würde beim zweiten Mal ein kleines nehmen. Auftrennen werde ich den Fuchs deswegen aber nicht.



Am Schluss bekam der Fuchs auch ein Gesicht. Die liebe Jule (tollelolle auf Dawanda und Instagram) hat mir verraten, dass ich dafür Flockfolie benutzen kann. Tolles Zeug! Man schneidet die Wunschform aus und bügelt sie auf. Kinderleicht. Hält bombastisch und ist super weich. Ursprünglich sollte der Fuchs Wimpern bekommen, aber ich fand es ohne Wimpern doch schöner.


Juhu, der Anfang ist gemacht und ich hoffe, ich bekomme bald mehr Einträge zustande. Lasst es euch gut gehen, genießt die Frühlingssonne und bis bald!

eure Luisa

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Eine Hülle für meinen eBook Reader

Endlich zeige ich mal wieder etwas genähtes. Und diesmal für mich beziehungsweise für meinen eBook Reader, den ich zum Geburtstag bekam. Anfangs schleppte ich das Teil immernoch in der Originalverpackung herum, weil ich solche Angst hatte, es könnte knicken oder ein anderes gefährliches Ding in meiner Tasche ein Loch hinein drücken. Psycho!




Die Verpackung war nur leider größer als ein Buch und die Platzersparnis dahin. Deswegen hieß es ran an eine Lösung und zwar flott und extra stabil.

Die Außenhülle ist aus Filz eines Mutterpasses, den ich umsonst bekam - richtig schön dick. Ich habe ihn etwas verkleinert und auf beiden Seiten mit einem alten Taschenboden aus Plastik verstärkt, in dem ich beides einfach mit Holzleim zusammenklebte. Erwähnte ich schon einmal meine Liebe zu Holzleim?!
Das Webband musste natürlich vorher angenäht werden.


Danach folgt je eine Lage Vlies und Innenstoff, sowie noch einmal Innenstoff und ein Stück Filz um den Reader hineinzuschieben. Außerdem habe ich vor dem Zusammennähen Klettband eingenäht.





In diesem Projekt habe ich endlich mal wieder Stoffe aus meinem Sortiment vernäht (hier Tilda) und das hübsche Webband von Jolie Jou verwendet. Mit Absicht habe ich ohne Umschlag (Einschlag? Einfassung? Ihr wisst schon)  genäht damit der Stoff schön ausfransen kann.


Der eBook Reader steckt noch etwas fest dort drin. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich das alles noch ein wenig weitet und dann ist es perfekt. So kann ich jetzt ohne Angst vor Zerstörung durch meinen Krimskrams auf Reisen gehen und lesen.



Fertig wurde die Schutzhülle noch unter Wehen Anfang Dezember und so konnte dann gleich alles in die Kliniktasche wandern. :-) Das war ganz besonders sinnvoll, da man kurz nach einer Geburt im Krankenhaus ganz viel Zeit, Kraft und Lust zum Lesen hat. Is klar!

Ich schicke den Beitrag zum RUMS und guck gleich mal was die anderen Ladies sich Gutes getan haben.

Liebe Grüße von Luisa,
(die den Beitrag mit einem schlafenden Würmchen auf den Schoß verfasste hach)

PS: ich mache keine Werbung für den Reader!!! Der ist einfach meiner, den J ausgesucht hat. Alles klah?

PPS: ich bin nicht so zufrieden mit der Bearbeitung der Bilder, aber besser so als gar kein Beitrag oder? Irgendwie brauch ich ein besseres Programm dafür.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Endlich ist sie da, die kuschelige Weihnachtszeit, in der man sich gemütlich einmurmelt und so viel Spekulatius essen darf wie man in den Mund und Bauch bekommt.
Und für mich gehört auch ein hübscher Adventskranz dazu.


Ach, wie habe ich mich auf den Anfang der Adventszeit gefreut. Gleich am Montag nach Totensonntag fing ich an das Haus zu schmücken. Es hatte mich schon so gejuckt.


Handhabt ihr es auch so, dass erst nach Totensonntag weihnachtlich dekoriert wird?

Unser diesjährige Adventskranz besteht zur Hälfte aus den Sachen vom letzten Jahr, nur in einer etwas veränderten Komposition.


Als Auflage dient wieder das große, graue Tablett der Kaleidoscope Reihe von HAY Design. Die kupferne und weinrote Deko ist auch geblieben, sowie die Zahlenanhänger aus Schrumpfplastik.

 



Diesmal ist er grüner und etwas rustikaler Dank Tannenzapfen, Kastanien und Minizinkwannen, welche ich während unseres Sommerurlaubs in Dänemark in einem sehr liebevoll eingerichteten, von einem älteren Ehepaar geführten Lädchen erstand. Die Kerzen sind unten mit Wachs befestigt und Sand hält alles gut zusammen. Moos ziert die Zwischenräume der Kerzen und ein bisschen Glitzer und Kastanien gesellen sich dazu.



Außerdem befinden sich die hübschen Weihnachtsbäume vom Vorjahr direkt im Ensemble. 


Insgesamt ist der Grundton rosa, was ganz besonders mich glücklich macht und Jannick nicht stört. Der arme muss ja meinen pink und rosa Invasionen regelmäßig stand halten.

Die Zahlen sind einfach direkt mit Kupferdraht um die Kerzen gewickelt.



 Außerdem hängt auch wieder unser Weihnachtsbaum, der mich nur 30 Sekunden meiner Dekorationszeit gekostet hat, da ich ihn clever verpackt hatte. Einfach aus der Box gezogen, Nagel in die Wand. Färdsch!




Ich hoffe, ihr hattet auch so einen schönen, gemütlichen 1. Advent wie wir und ich wünsche euch eine weiterhin besinnliche Adventszeit!




Der Adventskarnz gesellt sich zu Kerstin&ich, die wieder einmal eine tolle Sammlung gestartet haben, sowie zum Creadienstag, HoT, und Weihnachtszauber 2016.

Liebe Grüße,
eure Luisa

Babyanzug mit Füchsen

Heute könnt ihr zwei süße Babyanzüge mit Füchsen bewundern. Da wir auch bald einen kleinen Menschen einkleiden werden, habe ich tonnenweise Jersey, mir das Buch "Nähen mit Jersey Kinderleicht" bestellt und mit dem süßen Babyanzug angefangen.


Es hat mich 8 Stunden (!!!) gekostet den ersten Babyanzug zu nähen. Man kann sich gar nicht vorstellen wie schwierig es sein kann um so winzige Rundungen an Ärmel und Zwickel zu nähen. Und nach dem Fertigstellen ist man einfach entzückt vom eigeenen Werk. Man stelle sich vor, da steckt ein kleines Würmchen drin. Hach! Den tollen Stoff kann man bei der lieben Christin in schönguts-materialkiste ergattern. Psssst: da gibt's grad tolle Rabatte bis zur Weihnachtspause (und nein, für die Werbung werde ich nicht bezahlt. Der Shop ist einfach toll).
Hier gibt es noch ein paar Details: zum Schließen verwendete ich Jersey Druckknöpfe von Snaply.


Das Bündchen kam mit der Bestellung der Druckknöpfe von Snaply.


 Inspiriert von meiner Freundin,welche süßes Webband mit Füchsen an die selbst genähten Sachen für ihre Tochter anbringt, suchte ich mir auch ein Webband für unseren kleinen Knopf aus und bin ganz glücklich mit dem Tigerwebband von Farbenmix.


Da in unserer Familie in diesem Jahr Gebährhochbetrieb herscht, wurde unsere neu angekommene Nichte auch benäht. Und wie bei allen Sachen gilt: Übung macht den Meister, denn der zweite war viiieel schneller fertig. Man muss geduldig bleiben. Für den mädchenhaften Touch, kamen pinkes Ringelbündchen sowie pinke Druckknöpfe zum Einsatz.


Hoffentlich passen die beiden auch mal gleichzeitig in die Anzüge. Das wäre doch zuckersüß.

Verlinkt werden die Anzüge bei:

Liebe Grüße,
Luisa

Eine Babystrickdecke, die schon weit herum kam




Ich puste ersteinmal den Staub weg. hust Ohje, das war aber eine dicke Schicht. Und es gibt was zu feiern: das ist der 100. Blogeintrag. jubel

Umso mehr freue ich mich, endlich wieder etwas zu schreiben und zu zeigen. Ich war seit Februar gar nicht untätig, aber die Bloglust hielt sich in Grenzen - sicherlich aus ganz bezaubernden und neuen Umständen. Aber das kommt in einem anderem Post zur Sprache. Hier ist nur mal eine kurze Zusammenfassung, was so passiert ist. Nach der Premiere unseres seit November 2014 geprobten Theaterstücks "Heimatabend" im Januar, nutzen Jannick und ich den Februar zur Vorbereitung unserer Australienreise. Wir verbrachten den ganzen März in "Down Under" (jaja, wir sind nicht so die vorrausschauendsten Planer) und hatten eine wundervolle Zeit. Es trieb uns von Melbourne die Great Ocean Road entlang, nach Sydney gefolgt von Cairns und einem Roadtrip im Campervan nach Brisbane. Herrlich, herrlich und ein wunderbar entspanntes Land. Nach der Rückkehr waren wir viel in Deutschland unterwegs oder hießen Familie und Freunde in Dresden willkommen. Unser terminlich vollgepackter Sommer war erfüllt mit tollen Gesprächen, Theaterbesuchen, gutem Essen, viel Lachen, salziger Nordseeluft und wohliger Geselligkeit. Mein Herz wird ganz warm, wenn ich mir vor Augen halte, welch wunderbare Menschen uns umgeben.

Nun aber zum eigentlichen Thema: die Babystrickdecke für unseren Familienzuwachs: mein Neffe. Die Farben haben die Eltern zum Teil selbst ausgesucht, aber es gab noch eine Überraschung.


Das Besondere: Die Decke entstand während der Australienreise und auf den Wegen durch Deutschland. 



Da seine Mama Jenny ganz reiselustig ist, dokumentieren Bilder die Reise der Decke und so wurde sie samt Fotoalbum unser Geburtsgeschenk (Ihr könnt die Bilder anklicken um sie etwas größer zu sehen). Eingeteilt habe ich das Album in Australien und Deutschland, wofür ich das Dymo Prägegerät endlich wieder nutze. In grün. Sehr hübsch! Insgesamt ist das Album aufgrund der weißen Seiten eher schlicht, zusammengebunden mit Bäckergarn.



Am Ende gibt es noch ein paar Seiten, auf denen der Kleine Erinnerungen mit seiner Decke sammeln kann - beziehungsweise die Eltern.



Gestrickt ist die Decke nach der Anleitung von Purl Bee (Easy Baby Blanket), ganz easy peasy in kraus rechts. Gedauert hat es gefühlt eeeeewig. 7 Farben mit jeweils 18 Hin- und Rückreihen (bzw. 36 Reihen). Insgesamt ist die Decke ca. 60x80 cm groß. Erfahrene Stricker hätten das wahrscheinlich in Windeseile gewuppt. Ich brauchte von März bis August. Lahmstricker



Gelohnt hat es sich allemal, besonders beim Anblick der Freude beim Auspacken und die Überraschung über das Fotoalbum.


Nun nehme ich mir vor, die entstandenen Werke wieder regelmäßig zu veröffentlichen und hoffe, euch gefällt die Decke und die Idee mit dem Fotoalbum.

Anbei noch eine Liste der verwendeten Materialien:
Anleitung: Easy Baby Blanket von Purl Soho
Wolle: Cotton Merino von Drops (verstrickt sich wunderbar)
Nadelstärke: 5 (Rundstricknadel mit zum Abschrauben von Drops)
Knopf von Rico Design 

Und verlinkt wird der Beitrag bei:
Da gibt es so viel zu stöbern. Hach! Genauso abstinent wie hier war ich auf anderen Blogs und bereue es beim Anblick der ganzen inspirierenden Werke schrecklichst.


Vielen Dank für's Lesen, bis bald und alles Liebe!
eure Luisa